Hamburg: heute, Sonntag 21.01.18

Demonstration
17.00 Uhr
Dammtor

Aktuelle Infos: https://anfdeutsch.com

http://civaka-azad.org/newsticker-krieg-in-afrin/

„So wie zu Zeiten Kobanês gemeinsam auf die Straßen gehen“

Das Demokratische Gesellschaftszentrum der Kurd*innen in Deutschland
(NAV-DEM) kündigt an, dass die Proteste in Deutschland fortgesetzt
werden, bis die Angriffe der Türkei auf Efrîn gestoppt werden.

„Wir werden zu diesem Krieg nicht schweigen! Wir rufen die gesamte
Öffentlichkeit dazu auf, mit uns auf die Straßen zu gehen! Der Angriff
der türkischen Armee auf Efrîn verfolgt dasselbe Ziel wie der Angriff
des IS auf Kobanê in den Jahren 2014–2015. Es liegt also an uns,
dieselbe Antwort auf diesen Krieg der Türkei zu zeigen“, erklärt Ayten
Kaplan, die Ko-Vorsitzende des größten kurdischen Dachverbands in
Deutschland NAV-DEM.

Kaplan erklärt weiter, dass es in den kommenden Tagen deutschlandweit
praktisch ohne Pause zu Demonstrationen kommen werde: „Viele der
Demonstrationen werden spontan und kurzfristig organisiert. Wir werden
uns bemühen, sie dennoch rechtzeitig der Öffentlichkeit mitzuteilen.“

„Bundesregierung hat der Türkei den Rücken gestärkt“

Die NAV-DEM-Kovorsitzende kritisiert in ihrer Stellungnahme die
Bundesregierung, welche durch ihr Hofieren des türkischen Außenministers
und ihrer allgemeinen Haltung gegenüber der AKP, der Türkei den Mut für
diese kriegerische Eskalation gebe.

„Auch bei unseren Demonstrationen am gestrigen Tag ist es mancherorts
dazu gekommen, dass die Polizei Fahnen eingesammelt oder Demonstranten
gefilmt und festgenommen hat. Das ist völlig unakzeptabel. Wenn die
Bundesregierung gerade jetzt meint, die Repressionen gegen Kurdinnen und
Kurden in Deutschland anziehen zu müssen, steht sie unserer Meinung nach
hinter der Kriegserklärung der AKP gegen die kurdische Bevölkerung. Wenn
die Bundesregierung gar von Panzer- und anderen Waffendeals an die
Türkei spricht, so ist sie nach unserer Ansicht für die Folgen der
Kriegspolitik der AKP in Efrîn und anderswo mitverantwortlich“, so Kaplan.

Weiterhin ruft die Ko-Vorsitzende die Öffentlichkeit dazu auf, den
Protest in Deutschland auch solange fortzusetzen, bis die
Bundesregierung ihre Unterstützung für den Kriegskurs der AKP einstellt
und die internationale Staatengemeinschaft sich gegen den Angriff auf
Efrîn stellt. „Wir haben zu Zeiten Kobanês gezeigt, dass wir mit
internationaler Solidarität die Staaten zum Handeln bewegen konnten. Das
war eine wichtige Erkenntnis. Lasst uns zeigen, dass wir nochmals dazu
im Stande sind“, so die abschließenden Worte von Kaplan.