Es geht um das Leben Abdullah Öcalans – 18 Jahre Isolationsfolter müssen durchbrochen werden

AUFRUF der Kampagne TATORT Kurdistan:
Es geht um das Leben Abdullah Öcalans – 18 Jahre Isolationsfolter müssen durchbrochen werden
Es geht um Frieden und Gerechtigkeit, es geht um ein Ende der Folter
Unterstützt den Protest vor dem Antifolterkomitee des Europarats in Strasbourg!

Seit Februar 1999 befindet sich Abdullah Öcalan auf der Gefängnisinsel Imralı in schwerster Isolationshaft. Aber auch unter diesen erschwerten Bedingungen, trotz unmenschlicher Haftbedingungen, setzt er sich für die Lösung der kurdischen Frage ein. Öcalan ist der Ideengeber für den demokratischen Konföderalismus, ein basisdemokratisches, ökologisches Gesellschaftsystem auf der Grundlage der Frauenbefreiung – das aktuell in Rojava/Nordsyrien von den dort lebenden Gesellschaften mit Leben gefüllt wird. Eine Hoffnung für ein ökologisches und auf Frauenbefreiung beruhendes Leben, nicht nur für dort. Ein wichtiges Werk, das er in Isolationshaft entwickelte, ist die Road-Map für einen realistischen Weg zur Beendigung des Krieges zwischen dem türkischen Staat und kurdischer Freiheitsbewegung, die auch international Anerkennung fand. Verhandlungen aber, die Vertreter des türkischen Staats mit Herrn Öcalan führten, wurden 2015 von türkischer Seite abgebrochen als ein Durchbruch für einen Friedensprozess zum Greifen nahe war.

Mit dem Abbruch der Verhandlungen wurden Öcalans Haftbedingungen noch weiter verschärft. In totaler Isolation hat er keinerlei Kontakte zur Außenwelt. Alle Besuchsanträge werden abgelehnt, auch seine nächsten Angehörigen dürfen ihn nicht besuchen. Mit seinen Rechtsanwälten hat Herr Öcalan das letzte Mal im Juli 2011 Kontakt gehabt. Das Recht Briefe zu empfangen oder zu schreiben oder Telefonate zu führen gilt nicht für ihn.

Von türkischen Medien wurde veröffentlicht, dass Öcalan gestorben sei. Geschieht dies, um die eh schon stark eskalierte Situation in der Türkei und Kurdistan noch weiter zu verschärfen und den Krieg auszuweiten? Um Klarheit über das Leben und den Gesundheitszustand Öcalans zu bekommen, muss die Isolation Öcalans gebrochen, seine Freiheit durchgesetzt werden. Deshalb startete am 9. Oktober die Kampagne „Die Zeit ist reif – Freiheit für Abdullah Öcalan!“ mit verschiedensten Aktivitäten, mit Kundgebungen, Demonstrationen, Veranstaltungen, Hungerstreik etc. Zigtausende Menschen sind aktiv geworden, die Isolation Öcalans muss durchbrochen werden.

Die momentan einzige Institution, die eine Chance hat Öcalans Gesundheitszustand zu überprüfen, ist das Antifolterkomitee (CPT) des Europarats in Strasbourg. Aus diesem Grund wurde sie aufgefordert, eine Delegation auf die Gefängnisinsel im Marmarameer zu Öcalan zu entsenden.

Um dieser Forderung Nachdruck zu verleihen, findet seit dem 23. Oktober vor dem CPT in Strasbourg ein andauernder Sitzstreik statt. Der von dem kurdischen Dachverband KCDK-E (Demokratischer Gesellschaftskongress der Kurdinnen und Kurden in Europa) organisierte Protest soll so lange anhalten, bis die Delegation des CPT mit einer Antwort von Imralı zurückkehrt.

Unterstützt den Sitzstreik, zeigt eure Solidarität, organisiert Delegationen die am Protest teilnehmen, schreibt Grußbotschaften. Werdet für die Freiheit Öcalans aktiv, beteiligt euch auch an den Aktivitäten vor Ort. Der Sitzstreik findet vor dem CPT in der Avenue de l‘Europe, in F-67075 Strasbourg statt.

Die Isolation Öcalans durchbrechen – jetzt!

Für Informationen zu den Aktionen in Strasbourg kann das Kurdische Zentrum für Öffentlichkeitsarbeit (Civaka Azad; info@civaka-azad.org) kontaktiert werden.

November 2017
Kampagne TATORT Kurdistan

http://tatortkurdistan.blogsport.de/