Köln, 14.01.17: Veranstaltung „Irak 2003 – 2017: Besatzung, Re-Kolonisierung, Zerstörung“

** Nicht von TATORT Kurdistan organisiert, dennoch hier die Ankündigung: **
Irak 2003 – 2017: Besatzung, Re-Kolonisierung, Zerstörung

ABGESAGT!

aus Solidarität gegen den Nazi-Aufmarsch am selben Tag in Köln-Kalk. Mehr Infos hier.

Liebe Freundinnen, Freunde, Bekannte und Interessierte,

für kommenden Samstag, den 14. Januar, hatten wir („Jugendclub Courage Köln e.V.“ und „Kein Mensch ist Illegal, Köln“) – eine Nachmittagsveranstaltung mit dem Titel „Irak 2003 – 2017 / Besatzung, Re-Kolonisierung, Zerstörung“, welche im Bürgerzentrum „Alte Feuerwache“ stattfinden sollte, angekündigt.

Die Veranstaltung wird am geplanten Termin NICHT stattfinden!

Für den selben Nachmittag haben Neonazis und RassistInnen aus Köln und dem Ruhrgebiet zu einer Demonstration in Köln-Deutz und Köln-Kalk aufgerufen. Die Mobilisierung dagegen möchten wir unterstützen und rufen dazu auf, sich an den Protesten gegen die Nazi-Veranstaltung in Deutz und Kalk zu beteiligen!
Treffpunkt: 13.30 Uhr Ottoplatz (Bahnhof Köln Messe/Deutz).

Wir haben in den vergangenen Tagen hin und her überlegt, ob es nicht völlig falsch ist die Veranstaltung abzusagen und damit gewissermassen dem Terminkalender von Neonazis und RassistInnen zu folgen… Zum einen möchten wir nicht jedesmal unsere kostbare Lebenszeit vergeuden, wenn eine Handvoll Pro-NRW-Schwachmaten vorm Hauptbahnhof steht; andererseits können und wollen wir die aktuellen Diskussions- und Stimmungslagen in Köln (Stichwort „Sylvesterdebatte“) und dass was unterschiedlichste rechte und rechtsradikale Gruppierungen daraus machen, nicht ignorieren.

Für den kommenden Samstag ist zu befürchten, dass sich das militante Nazi-Schläger-Spektrum um den Kölner Neonazi Jan Fartas und der „Rechten“ aus Dortmund in größerer Zahl in Deutz versammelt. Nicht zuletzt dieser Umstand hat uns dazu bewogen unsere Veranstaltung, trotz des großen Interesses, zu verschieben. Dies ist für uns keine Selbstverständlichkeit und fühlt sich auch weiterhin widersprüchlich an.

Mehr Info: www.facebook.com/events/148988188927056/

Die geplante Veranstaltung werden wir zeitnah vermutlich im März nachholen. Wer den monatlichen Newsletter des Jugendclub Courage bekommen möchte, schreibt eine Mail an: jc-courage@t-oline.de

Wolfgang Richter (Jugendclub Courage Köln e.V.) und
Ulf Petersen (Kein Mensch ist Illegal – Köln)


Samstag, 14. Januar 2017, 15 bis 18 Uhr
Bürgerzentrum Alte Feuerwache, kleines Forum
Melchiorstraße 3, 50670 Köln (U-Bahn Ebertplatz)

Der Staat Irak steht seit seiner Gründung nach dem Ende des Ersten Weltkriegs im Zentrum der imperialen Politik westlicher Staaten. Der Grund: die geopolitische Lage mitten im Mittleren Osten sowie weltweit bedeutende Ölvorkommen. Die US-amerikanische Besatzung im Jahr 2003 scheint Kontrolle durch Chaos und Zerstörung zum Ziel gehabt zu haben. Zur Jahreswende 2016/17 wird weiter im Namen von „Befreiung ‟ Krieg geführt, nicht nur in Mossul.

Unsere Referentin Brigitte Kiechle hat den Irak mehrfach bereist. Sie ist Autorin von „Irak – Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft‟ (2003) und „Kriegsunternehmen Irak‟ (2006) und arbeitet als Rechtsanwältin in Karlsruhe. Es moderiert der Kölner Mittelostreisende Wolfgang Richter. Er hat im Oktober 2016 die Stadt Sulaimaniyya in der kurdischen Autonomieregion im Nord-Irak besucht und sich ein Bild von der politischen Situation, dem kurdisch-arabischen Verhältnis und der Lage der Flüchtlinge in den großen Lagern in der Gegend gemacht.

Es laden ein: Jugendclub Courage Köln e.V. & Kein Mensch ist illegal – Köln