Hamburg, 13.03.2013: Wasser als Waffe | Wasser als Ware

Veranstaltung
Mittwoch, 13.03.2013
um 18:30h (Essen ab 18:00)
Centro Sociale
, Sternstraße 2, U3-Feldstraße
Hamburg – St.Pauli
Flyer (PDF)

Der Kampf um Wasser ist ein zentrales Thema auf der ganzen Welt.

In Kurdistan wird die Macht über das Wasser von der türkischen Regierung für ihre Regionalmachtpolitik missbraucht. Mit dem Bau von Staudämmen wird den Nachbarstaaten das Wasser abgedreht. Die Bauwerke haben zugleich weitreichende Folgen für die kurdische Bevölkerung. Wasser als Waffe.

In Europa wird zur Zeit viel über die Privatisierung und Reprivatisierung der städtischen Wasserbetriebe diskutiert. Wasser als Ware.

Über die Macht der Wasserkonzerne und die Gegenwehr.
Eine Veranstaltung über den vielschichtigen Kampf ums Wasser.

Ercan Ayboga, Vertreter der Initiative zur Rettung Hasankeyfs, berichtet über den aktuellen Stand der Bewegung gegen den Bau des Ilisu-Staudamms. Vor vier Jahren konnte durch internationale Proteste verhindert werden, dass der Damm mit Krediten aus Deutschland, der Schweiz und Österreich finanziert wurde. Seit 2010 baut die türkische Regierung mit neuer Finanzierung. Und nun? Gibt es Ansatzpunkte, um die Bewegung gegen den Ilisu-Damm hier zu unterstützen? Was sind die Hintergründe des Baus bzw. der Staudammpolitik des türkischen Staates? Wie kann der Staudamm verhindert werden?

Leslie Franke hat mit Herdolor Lorenz bereits mehrere Filme über die Bedeutung von Wasser gedreht. U.a. auch „Das blaue Gold Eden“ – ein Film über die Staudammpolitik der türkischen Regierung. Gegen ihren letzten Film „Water Makes Money – wie private Konzerne aus Wasser Geld machen“ hat einer der größten Konzerne im Wassergeschäft - Veolia - einen Prozess angestrebt. Am 14. Februar wurde dieser in Paris verhandelt. Leslie Franke berichtet vom Prozess und von aktuellen Diskussionen und Kämpfen um Wasser hier in der Region.

Wo und wie können wir die Kämpfe um Wasser als Menschenrecht verknüpfen und gegenseitig unterstützen?

Mittwoch, 13.03.2013, 18:30h im Centro Sociale (Essen ab 18 Uhr)
Eine Veranstaltung der Kampagne TATORT Kurdistan Hamburg