Archiv für November 2010

ORT GEÄNDERT! Hannover, 12.12.2010: Netzwerktreffen der Kampagne TATORT Kurdistan

Liebe TATORT Kurdistan Mitstreiter_innen,

aus organisatorischen Gründen mussten wir das Treffen aus Düsseldorf nun nach Hannover verlegen. Deshalb laden wir alle TATORT Kurdistan Beteiligten und Interessierte zu unserem nächsten bundesweiten Treffen am 12.12. nach Hannover ins Kurdistan Volkshaus Mala Gel ein. Auf dem Treffen sollte die weitere Planung der Kampagne für 2011 entschieden werden. (mehr…)

Stuttgart: Broschüre erschienen zum Fall der inhaftierten kurdischen Jugendlichen

Im Sommer 2010 wurden in Stuttgart mindestens 18 kurdische Jugendliche wegen einer Auseinandersetzung mit türkischen Faschisten verhaftet. Über die Hintergründe, Details und politischen Zusammenhänge gibt eine jetzt erschienene Broschüre Auskunft:

Broschuere Stuttgart Kurdische Jugendliche 2010

Broschüre (PDF) Stuttgart Kurdische Jugendliche 2010

Heilbronn, 20.11.2010: Massive Polizei-Repression gegen Kurdistan-Solidaritäts-Demonstration

Heilbronn, 20.11.2010, Repression gegen Demonstration

Auswertung der Demonstration von der Revolutionären Linken Heilbronn:
http://linksunten.indymedia.org/node/29270

Bilderstrecke zur Auswertung:

http://linksunten.indymedia.org/de/node/29461

Einer der ersten Berichte von der Demo auf linksunten.indymedia.org:
http://linksunten.indymedia.org/de/node/28906

Ein kurzer Bericht von der heutigen Demo in Heilbronn

Am Samstag, den 20. November beteiligten sich mehr als 500 Menschen an einer kraftvollen Demonstration in Heilbronn gegen das Vorgehen des türkischen Staates gegen die kurdische Befreiungsbewegung und die Beteiligung der BRD durch Waffenlieferung und weitere logistische und militärische Unterstützung. In Reden wurde auch die Repression gegen kurdische AktivistInnen in der BRD und speziell die Kriminalisierung kurdischer Jugendlicher in Stuttgart thematisiert und zur Solidarität aufgerufen. (mehr…)

Köln, 19.11.2010: Veranstaltung „Der kurdische Knoten“

Freitag, 19. November 2010,
19.30 Uhr

Naturfreundehaus Köln-Kalk
Kapellenstraße 9a (U-Bahn Kalk Kapelle, Linien 1 und 9)

Der kurdische Knoten*

Diskussionsveranstaltung mit Brigitte Kiechle, Rechtsanwältin und
Autorin, Interventionistische Linke Karlsruhe (in Gründung).

Brigitte Kiechle hat Nord- und Süd-Kurdistan (Türkei/Irak) intensiv bereist und veröffentlichte in diesem Jahr mit Nick Brauns (Junge Welt) das Buch „PKK – Perspektiven des kurdischen Freiheitskampfes. Zwischen Selbstbestimmung, EU und Islam“ (siehe www.sozpkk.notlong.com). Mit der Lage der irakischen Kurden beschäftigte sie sich in ihren zwei Büchern zum Irak 2003 und 2006. Mitte Oktober ist sie in Diyarbakir zur Beobachtung des Prozesses gegen 151 im Frühjahr 2009 mit dem Vorwurf der PKK-Unterstützung verhaftete kurdische Politiker, Rechtsanwälte, Journalisten, Gewerkschafter, Frauen- und Menschenrechtsaktivisten. Sie kann uns also auch von der aktuellen Situation vor Ort berichten.

* „Wir lieben nicht die Waffen, sondern die Freiheit“, so die
kurdische Politikerin Leyla Zana am Newroz-Tag 2009 in Diyarbakir.

TATORT Kurdistan, Flyer (PDF), Köln, Veranstaltung 19.11.2010 TATORT Kurdistan Koeln Veranstaltung 101119

Artikel: Von Bagdad nach Erbil (I)

Artikel aus dem Portal
Logo German-Foreign-Policy.com
Wir danken für die Genehmigung.

Von Bagdad nach Erbil (I)
21.09.2010
BERLIN/BAGDAD/ERBIL
Link: http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/57899

(Eigener Bericht) – Die deutsche Wirtschaft forciert ihre Expansion in die kurdischen Nordprovinzen des Irak und unterstützt damit deren Sezessionsbestrebungen.

Insbesondere der Ressourcenreichtum der „Autonomen Region Kurdistan“ weckt bei deutschen Unternehmen Begehrlichkeiten; in der Provinz sollen allein 45 Milliarden Barrel Erdöl lagern. Die kurdische Regionalregierung in Erbil beansprucht die Rohstoffvorkommen für sich und hat bereits zahlreiche Lieferverträge mit ausländischen Ölfirmen abgeschlossen – zuletzt mit dem deutschen Energieriesen RWE. Die daraus resultierenden Spannungen mit der Zentralregierung in Bagdad werden von deutscher Seite massiv angeheizt. Die Provinz müsse über ihre Öl- und Gasvorkommen „selbst bestimmen“, heißt es aus dem Bundeswirtschaftsministerium im Widerspruch zur Gesetzeslage im Irak. Parallel dazu wirbt Berlin auch unter mittelständischen Unternehmen für kommerzielle Aktivitäten im Nordirak, der als „boomender“ Landstrich mit einem „vertrauenswürdigen Investitionsklima“ bezeichnet wird. Beobachter befürchten, dass das von der Bundesrepublik angeheizte ökonomische Auseinanderdriften des Irak in Verbindung mit den von kurdischer Seite erhobenen Ansprüchen auf die ressourcenreichen Gebiete von Mossul und Kirkuk in einen Bürgerkrieg mündet.
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